Überspringen zu Hauptinhalt

Experimentierbereich „Datenanalyse“

Um die Motto-Frage „How is the cow?“ beantworten zu können, liefert die Datenanalyse einen wichtigen Beitrag. Die Daten der einzelnen Sensorsysteme werden hier zusammengefügt, mit weiteren Leistungs- und Stammdaten verknüpft und schließlich gemeinsam ausgewertet. So kann eine Prognose zur Gesundheits- & Wohlfühlsituation der Tiere getroffen werden.

Hintergrund: In der Milchviehhaltung fallen seit vielen Jahren Daten aus verschiedenen Quellen an: Leistungs- und Stammdaten der Tiere, Melkdaten aus der Melktechnik, Milchqualitätsparameter aus der Milchleistungsprüfung, usw. Diese Daten werden üblicherweise in einem Herdenmanagementsystem verwaltet. Zahlreiche neue Sensoren und Anwendungen sind in der Erprobung und liefern immer mehr Daten, die dann auch für komplexe Auswertungen zur Verfügung stehen, z. B. Pedometer zur Aktivitätsmessung und Brunstdetektion, Pansenboli zur Pansenüberwachung, Trackingsysteme zur Tierortung.

Um diese Daten sinnvoll zu nutzen und weitere Erkenntnisse aus der Datenflut zu gewinnen, sind fortschreitende Entwicklungen bei der Datenanalyse und den Prognosemodellen sehr wichtig. Dabei kommen neben statistischen Methoden auch vermehrt Verfahren des maschinellen Lernens und der künstlichen Intelligenz zum Einsatz. Vereinfacht gesagt, geht es darum, unsere Motto-Frage „How is the cow?“ zu beantworten. Doch die Gesundheitssituation der Tiere ist eine komplexe Angelegenheit. Es gibt sehr große Unterschiede zwischen den einzelnen Kühen und ihrem Normalverhalten. So wird eine Vielzahl an Lerndaten benötigt, um Algorithmen zu entwickeln, die versuchen, für jedes Tier individuell vorherzusagen, ob bei einer Auffälligkeit gerade eine Brunst, eine Kalbung oder eine Gesundheitsstörung vorliegt.

Im Experimentierbereich 4 werden verschiedene Auswertungsmethoden beurteilt und miteinander verglichen, um die genauesten Prognosen der Wohlfühlsituation eines jeden einzelnen Tieres in der Herde zu erhalten. Damit können wir schlussendlich nicht nur die Frage nach dem aktuellen „Tierzustand“ beantworten und Handlungsvorschläge in Form von Alarmlisten weitergeben, sondern auch Mängel im Herdenmanagement aufdecken und den Erfolg einer Maßnahme überprüfen.

Rheinische Friedrich-Wilhelms- Universität Bonn Institut für Landtechnik

Dieser Beitrag hat 0 Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Projektpartner

Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft

An den Anfang scrollen