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Experimentierbereich „Sensorik und Energieversorgung“

Mittels digitaler Sensortechnik lassen sich heute nahezu sämtliche Vitalitätsparameter einer Kuh bzw. eines Rindes in Echtzeit bestimmen und überwachen. Das sind zum Beispiel Körpertemperatur, Blutdruck, Puls und Herzfrequenz, die Blutsauerstoffsättigung, Bewegungsparameter oder die Menge der Futter- und Wasseraufnahme. Dadurch lassen sich Rückschlüsse auf die Gesundheit der Tiere ziehen, Unregelmäßigkeiten im Tagesablauf erkennen oder tierspezifische Entscheidungen bei der Hege ableiten. Was Fitness-Uhren heute für den Menschen leisten können, kann somit in ganz ähnlicher Weise auch für das Tierwohl genutzt werden.

Im Experimentierfeld „Sensorik & Energieversorgung“ werden solche Sensorsysteme unter dem Aspekt der allgemeinen Nutzbarkeit durch den Landwirt betrachtet. Welche Sensorik eignet sich für den Einsatz am Tier und wo liegen Einschränkungen und Grenzen? Welche Parameter lassen sich wo mit welchem Sensor am besten erheben und wie oft ist das eigentlich notwendig? Durch welche Energieversorgung kann die Sensorik ausdauernder oder nachhaltiger gespeist werden? Schließlich benötigt die Sensorik Energie und ein Tier kann man nicht wie ein Mobiltelefon regelmäßig an eine Steckdose schließen. Am Ende muss sich das alles natürlich auch finanziell rechnen, was die Aufgabe entsprechend schwieriger gestaltet.

Diese und weitere Fragen werden für aktuell kommerziell am Markt erhältliche Produkte, und darüber hinaus auch neuartige Technologien für Sensorik, Energiegewinnung, -speicherung und -einsparung experimentell untersucht und wissenschaftlich bewertet. Die zu findenden Antworten werden im Verlauf sowohl für die Forschung als auch für den Praxisanwender aufbereitet und können eine wichtige Entscheidungshilfe für die Einführung der Digitalisierung in der tierbezogenen Landwirtschaft darstellen.

Motto: „Mit minimalen Aufwand an Sensorik und Energieversorgung maximale
Informationen gewinnen.“

Friedrich-Schiller-Universität Jena Chemisch-Geowissenschaftliche Fakultät

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Projektpartner

Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft

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